Freitag, 23. März 2012

"Es ist ein wundervoller Freund immer in der Nähe, wer ist."

"Es ist ein wundervoller Freund immer in der Nähe, wer ist."

Haben wir schon erzählt, das alles kalt ist? Japan ist kalt - ARSCHKALT!(Zumindest zu dieser Jahreszeit). Zwar schenkten Japans vielzählige Götter ihrem Volk Klimaanlagen, aber keine Heizungen. Doch leider lassen sich nasse Hosen nicht auf Klimaanlagen trocken...! Besonders deswegen freuen wir uns jetzt schon auf den Winter, in kalten Zimmern (ohne Heizung versteht sich), einem Badezimmer, in dem IMMER das Fenster offen ist und in deren Dusche nach einer Weile das warme Wasser plötzlich ausgeht. Das wird ein Spaß!

Nun zu den schönen Dingen des Lebens: wir waren Shoppen! Dabei haben wir einige schöne, hochwertige Deutschlektüren entdeckt und beschlossen bei der verantwortlichen Firma zu arbeiten.

Die Kyotoer "City" haben wir durchsucht nach Kisten, Kästen, Boxen, Kartons und Ähnlichem und haben so etwas auch gekauft. Natürlich viel zu klein! Außerdem haben wir eine wissenschaftliche Studie zum Thema Minderheiten durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass es deutlich mehr hell- und dunkellachsfarbende Tüllröcke hier gibt, als Ausländer. Außerdem haben wir eine eigene Feindlichkeit gegen diese bemitleidenswerte Minderheit an Ausländern entwickelt.
Auch ist es uns endlich gelungen ein richtiges, echtes Kissen zu kaufen. Ein weiches, keines mit einer körnigen Füllung, die unangenehm raschelt und sich seltsam nach Plastik anfühlt. Nachdem wir nun das Kissen aufgeschnitten haben, stellt sich heraus, dass die Füllung auffällig nach zerschnittenen Strohhalmen aussieht und sich auch so anfühlt. 
Besonders wichtig erscheint uns auch zu erwähnen, dass wir eine neue Bekanntschaft haben machen können. Ein bezaubernder Herr, der in der Nähe saß, während wir nach dem Kissenkauf eine Pause einlegten und der sicherlich nichts von seinem Glück weiß. Weder, dass er im Sturm unsere Herzen erobert hat, noch dass wir ihn heimlich fotografiert haben. 

Der Tag endete ganz formidabel mit dem Versuch der Nahrungsbeschaffung. Wir haben extra einen weiten Weg auf uns genommen um zu einem großen, schönen Supermarkt zu besuchen und ein billig Kaufhaus im selben Gebäude zu besuchen. Das Egebnis lässt sich als ernüchternd beschreiben. Im Kaufhaus nichts gefunden, keinen Kleiderständer, keine Kisten, keine Regale, nichts. Der Supermarkt ein Schatten seines früheren selbst. In einen Zwischengang gequetscht präsentierte er uns auf engstem Raume seine Reste, hinter der Hintertür: die geschlossenen Fensterläden seines ehemaligen Domizils.

Dann sind wir nach Hause, haben köstliche, gutdurchgezogene Reste verspeist und haben einen Blog angelegt.  

Doch wenigstens hatten wir ein paar Erfolgserlebnisse: 1. Wir haben unsere Fähigkeiten als künftige Geheimagenten unter Beweis gestellt, indem wir die Zahlenkombinationen für alle Briefkästen (im Wohnheim, also auch die unserer Mitbewonhner) geknackt haben. 
2. Wir haben uns nicht einmal verlaufen!

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